Doggerland - Fehltritt von Maria Adolfsson

Es ist Sommer, das große Austernfest hat die Inselgruppe Doggerland fest im Griff. Jeder, wirklich jeder feiert, isst, trinkt und amüsiert sich auf die eine oder andere Art. Egal wieviel man trinkt (oder isst), man sollte nie mit seinem Vorgesetzen im Bett landen. Kommissarin Karen Eiken Hornby aber hat es vermasselt, sie wacht in desolatem Zustand in einem Hotel neben ihrem Chef auf. Sie mag ihn noch nicht einmal. Mit wahrscheinlich hohem Restalkohol fährt sie nach Hause, duscht und legt sich ins Bett. Nur, um nach sehr kurzer Zeit vom Telefon geweckt zu werden. Eine tote Frau wurde gefunden. Es ist die Ex-Frau ihres Vorgesetzten. Wenn etwas dumm laufen kann, hier ist ein gutes Beispiel.

 

Karen Eiken ist nicht sehr beliebt, sie kämpft in ihrer Abteilung mit einer Reihe von Vorurteilen. Nun wird ihr die Leitung dieses Falles übertragen, da ihr Vorgesetzter aufgrund von persönlicher Befangenheit vom Dienst suspendiert wird. Sie soll sich bewähren, zeigen was sie kann, aber bitte nicht zu sehr in den Vordergrund drängen und immer hübsch und vor allem hübsch bescheiden bleiben.

 

Dies ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe und er hat mir gut gefallen. Die Insel ist schroff, das Klima meistens ungemütlich, beides trifft auf Karen Eiken zu. Sie ist keine spontan sympathische Frau, ein wenig eigen, gerade das macht sie aus. Sie tut ihr Bestes und ermittelt in Richtungen, die keiner ihrer Kollegen und Chefs unterstützen will.

 

Doggerland war ein Landgebiet zwischen der Ostküste Englands und der dänischen Westküste. Ja, war. Vor ca. 10.000 Jahren begann die Überflutung dieses Landstreifens, der endgültige Untergang wurde dann vor 7.000 Jahren besiegelt, als auch die letzte Inselspitze einem Tsunami zum Opfer fiel.

Adolfsson, Maria
Ullstein Buchverlage GmbH
ISBN/EAN: 9783471351826
15,00 € (inkl. MwSt.)
Kategorie:
Krimi