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Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben von Till Raether

von Steffi Becker

" Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben?"

Dies ist die sehr offene und persönliche Schilderung einer "mittelschweren" Depression, unter der der bekannte Journalist und Krimiautor Till Raether seit seiner Jugend leidet. Er beschreibt die Geschichte dieses Leidens, das er viele Jahre lang versucht hat zu verdrängen, und seinen Weg über Therapien und Medikamente zu einem besseren und gesünderen Umgang mit der Krankheit. Es ist beeindruckend, wie offen Till Raether mit diesem schwierigen Thema umgeht, indem er zum Beispiel davon berichtet, wie seine Familie häufig unter seiner traurigen Stimmung zu leiden hatte . Dabei schreibt er in dem bekannten "Till Raether-Ton", den viele aus seinen Kolumnen kennen und lieben – ein wenig hat man das Gefühl, mit diesem Buch eine neue Seite eines alten Bekannten kennenzulernen..
Aber dieses Buch ist auch wegen ganz anderer Themen interessant. Es geht um Kindheit und Jugend in den 80er-Jahren, und die, die dabei waren, werden sich vielleicht erinnern. Stichworte „Reiß dich mal zusammen“ oder „Nun zieh nicht so eine Schnute“. Ein weiteres Thema ist die Anerkennung in der Arbeitswelt und was man bereit ist, dafür zu tun.

Dass Till Raether so persönlich und offen über die Krankheit Depression und ihre Behandlungsmöglichkeiten schreibt, wird mit Sicherheit vielen Menschen zu einem offeneren Umgang damit verhelfen. Denn warum gilt es als „normal“, sich bei einem Beinbruch oder Herzinfarkt jede mögliche Hilfe zu holen, bei einer seelischen Krankheit aber nicht?

Aber auch über das Thema „Depression“ hinaus ist das Buch eindrucksvoll und mit Sicherheit interessant für viele Leserinnen und Leser.

 

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Kategorie: Sachbuch

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